Mitgliederversammlung - RZO-Obmann Haselgruber eindrucksvoll bestätigt
10.04.2018 | Autor: DI Franz Kaltenbrunner


Die Mitgliederversammlung am 7. April stand ganz im Zeichen der Neuwahl der Obmänner und des Verbandsausschusses. Obmann Berthold Haselgruber wurde in einer geheimen Abstimmung mit 97,5 % für weitere vier Jahre eindrucksvoll in seinem Amt bestätigt.

Neuwahlen für die Funktionsperiode 2018 - 2022
Für den 1. Obmann-Stv. wurde in einer Stichwahl mit 58% Ernst Kniewasser gewählt. Er folgt damit dem langjährigen Obmann-Stellvertreter Josef Troger und vertritt vor allem die Interessen der Fleckviehzüchter im ehemaligen Welser Zuchtgebiet. Als Vertreter für die Rasse Holstein wurde mit sehr großer Zustimmung Obmann Thomas Hartl und für Braunvieh Herbert Antensteiner gewählt.
Die Mitglieder im Verbandsauschuss für die nächsten viere Jahre wurden von der Mitgliederversammlung einstimmig gewählt. Allen ausscheidenden Funktionären im Ausschuss bzw. in den Rassen-Unterausschüssen wurde für ihre jahrelange Tätigkeit Dank und Anerkennung ausgeprochen.

Erfreuliches Jahr 2017
In praktisch allen Belangen gelang es 2017 eine positive Bilanz zu erzielen.
Obmann Haselgruber berichtete vor allem von vielen erfreulichen züchterischen Höhepunkten aus dem Jahr 2017. Besonders hob er die Bundesschauen hervor, wo die RZO-Züchter sehr gute Erfolge erzielten. Bei der Bundesfleckviehschau in Maishofen konnte der RZO sieben Stockerlplätze erreichen. Bei Holstein erzielte die Gold Chip-Tochter HAZIENDA vom Betrieb Großpötzl aus Sigharting den Championstitel der Jungkühe. Bei der Rasse Braunvieh, die ebenfalls am DairyGrandPrix teilnahm, erreichte Familie Pöll aus Laakirchen mit der Zaristo-Tochter LONI einen Gruppensieg. Züchterisch herausragend waren auch die tollen Zuchtwerte von mehreren RZO-Tieren. Besonders erwähnte Geschäftsführer Kaltenbrunner den Stier WABAN (Z: Fam. Sigl, Steinbach/Steyr) sowie das Jungrind EDELWEISS, eine WOBBLER-Tochter vom Betrieb Stöttner aus Oberneukirchen.

Ein sehr großer Vermarktungsumfang 2017 konnte eine deutlich positive Bilanz bewirken und es gelang für zukünftige Investitionen Reserven in der Höhe von 200.000 Euro zu bilden.
Insgesamt wurden 53.772 Zucht- und Nutzrinder vermarktet, alleine in die Türkei konnten 3.219 Tiere exportiert werden. Der Kalbinnen-Durchschnittspreis auf Versteigerungen erreichte ein Allzeithoch von € 2.260,- netto.

Im Jahr 2017 konnte in Freistadt auch ein Exportstall für 76 Tiere in Laufstallhaltung neu errichtet werden. Damit ist eine Gesamtkapazität von über 400 Tieren für die Versteigerung bzw. für die Quarantänehaltung möglich.

Neuer Verbandssitz – Freistadt
Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmig die Verlegung des Verbandssitzes von Linz nach Freistadt. Dazu wurde in einer Raumreserve ein neues Büro für sechs Mitarbeiter eingerichtet und somit können die beiden Bürostandorte Linz und Freistadt nun im Rinderkompetenzzentrum Freistadt zusammengeführt werden.

Bauernbundpräsident Strasser
Erstmals konnte Bauernbundpräsident DI Georg Strasser in Freistadt begrüßet werden. In seinem Referat "Wir liefern das, was Österreich täglich braucht" ging er besonders auf die drei Hauptschwerpunkte Lebensmittel, Energie und Rohstoffe sowie Landschaft und Lebensräume ein. Seine Ausführungen wurden aufmerksam verfolgt und fanden eine breite Zustimmung. Neben den Herausforderungen der Politik und der Märkte erwähnte er für eine erfolgreiche Rinderzucht besonders auch die wichtigen Punkte Familie, Zuchtverbände sowie die Betriebswirtschaft. Nur wenn diese drei Schwerpunkte in Einklang sind, ist die Milch- und Rinderwirtschaft durchaus zukünftig erfolgreich führbar.

10-Tonnen-Kühe - Sieben Golden Girls
Bei den zahlreichen Ehrungen der erfolgreichen Züchter aller Rassen stand die Ehrung der 10-Tonnen-Kühe im besonderen Fokus, da der erfolgreichste Fleckviehzüchter des RZO 2017, die Familie Gossenreiter aus Schenkenfelden auch sieben 100.000-Liter Kühe aktuell am Betrieb stehen hat und zwei Kühe davon die magische Grenze der 10.000 Fett- und Eiweiß-kg überschritten haben.
Eine weitere Fleckvieh-10-Tonnen-Kuh steht am Betrieb Radler in Gramstetten bzw. erreichten auch zwei Braunviehkühe diese magische Grenze: die Kuh REMONA vom Betrieb Pöll aus Laakirchen sowie die Kuh BELONA vom Betrieb Steinlechner aus Feldkirchen bei Mattighofen.

Umfangreiche Ehrungen und Auszeichnungen
Weiters wurden auch die besten Betrieben nach Fett- und Eiweiß-kg im Kontrolljahr 2016/2017 ausgezeichnet: bei Fleckvieh sind dies Fam. Gossenreiter, Schenkenfelden; Fam. Radler, Gramastetten und Fam. Holzer aus Pabneukirchen.
Die besten drei Betriebe bei Braunvieh sind Fam. Pöll aus Laakirchen; Fam. Antensteiner, Roßleithen und Fam. Steinlechner aus Feldkirchen bei Mattighofen.
Bei der Rasse Holstein sind Fam. Wolfthaler aus Laussa; Fam. Hofer aus Ottenschlag i. M. und Fam. Riegler aus Reichraming die besten Betriebe.

Insgesamt konnten heuer bei Fleckvieh 38 100.000-Liter Kühe geehrt werden, bei der Rasse Braunvieh 11 und bei Holstein 26.
Neben den Auszeichnungen für die Betriebe, die an der Bundesfleckviehschau in Maishofen teilgenommen haben wurden auch die Staatspreise bzw. ZAR-Medaillen für die Teilnahme an der Rieder Messe sowie der Braunvieh-Management-Award verliehen.


Die Besten Betriebe der Rasse Fleckvieh. Die Besten Betriebe der Rasse Braunvieh.

 

 
Die Besten Betriebe der Rasse Holstein.  Kühe mit 10.000 Fett+Eiweiß-Kilo.         

 

Der neu gewählte RZO-Verbandsausschuss.