RZO-Mitgliederversammlung – RZO feiert 25 Jahre
25.03.2019 | Autor: DI Franz Kaltenbrunner, Helga Wagner
Der RZO wurde vor 25 Jahren gegründet, nachdem sich der Fleckviehzüchterverband Mühlviertel, der Welser Fleckviehzuchtverband sowie der Braunvieh- und Holsteinzuchtverband im Jahre 1994 zum Rinderzuchtverband und Erzeugergemeinschaft OÖ zusammenschlossen. Deshalb wird heuer bei jeder Versteigerung und speziell am 28. Dezember 2019 im Rahmen eines Jubiläumsfestes dieser denkwürdige Zusammenschluss gefeiert. Bei der Mitgliederversammlung konnte Ehrenobmann Ökonomierat Franz Traxler, der damals diese schwierige Einigung erzielte, sowie zahlreiche Ehrengäste, begrüßt werden.

Obmann Haselgruber erwähnte in seinem Bericht die Notwendigkeit, sich stärker in der Rinderzucht zu vernetzen bzw. nach außen hin einheitlicher aufzutreten, damit die schwierige Marktsituation vor allem beim Zuchtvieh besser gelöst werden kann.

Geschäftsführer Kaltenbrunner berichtete über die Bilanz 2018, die durch den Wegfall des Exportmarktes Türkei sich deutlich eingetrübt hat und auch für 2019 eine große Herausforderung bringen wird. Neben dem üblichen Tätigkeitsbericht wurde vor allem das Projekt FoKUHs bzw. bei Holstein das Projekt KuhVision als besonders zukunftsweisend für die österreichische Rinderzucht angesehen. Kaltenbrunner dankte allen Züchtern die hier aktiv mitwirken. Der RZO kann sehr gute Ergebnisse vorweisen und die Vermarktung weiblicher Zuchttiere - vor allem Jungrindern - hat in Österreich noch nie dagewesene Dimensionen erreicht. Die Diskussion über den Schutz der bäuerlichen Rinderzucht wurde dadurch neu entfacht. Der RZO vertritt klar die Ansicht, dass die wertvollen weiblichen Zuchttiere in bäuerlichem Besitz bleiben sollen.

Präsident Ökonomierat Franz Reisecker erwähnte drei zentrale derzeit zu bewältigenden Aufgaben:
1.    Der bessere Versicherungsschutz hinsichtlich Tierseuchen und Klimaeinflüssen.
2.    Die Diskussion über Langstreckentiertransporte.
3.    Die Schaffung von Rechtssicherheit für die Almbauern.
In allen drei Bereichen konnten in den letzten Wochen deutliche Verbesserungen für die Rinderbauern erzielt werden und er dankte Bundesministerin Elisabeth Köstinger für die bisherigen Verbesserungen.

Veterinärdirektor Dr. Thomas Hain brachte einen sehr umfangreichen Bericht über das Brucellose-Geschehen in Oberösterreich und informierte über die wichtigsten Tierseuchen im Rinderbereich. Die organisatorischen Herausforderungen bei Auftritt eines Seuchenfalls sind enorm. Der Veterinärdienst des Landes OÖ sieht sich hier in der Verantwortung betroffene Landwirte bestmöglich zu unterstützen, da es für einzelne Betriebe fast unmöglich ist, alle Maßnahmen alleine umzusetzen.

Züchter des Jahres 2018
Mit großem Vorsprung stellte sich der Zuchtbetrieb Fürst nach dem Jahr 2012 wieder klar an die Spitze dieses langjährigen Wettbewerbs. Seit Generationen wird bei der Familie Fürst aus Lasberg die Fleckviehzucht mit viel Engagement, Fachwissen und großer Freude betrieben.

Stolz auf die Jungzüchter
Besonders stolz ist der RZO auf die aktiven Jungzüchter. Ein großer Dank gebührt den Obleuten der sechs Clubs, sowie Jungzüchterbetreuerin Maria Jahn, die gemeinsam mit den Jungzüchtern an diversen Bewerben teilnehmen und immer ganz vorne mitmischen. Das vor Jahren gestartete Jungzüchter-Camp ist bei den Kids ein voller Renner und die tatkräftige Mithilfe der Jungzüchter bei diversen Rinderschauen möchte der RZO nicht missen.

Zahlreiche Ehrungen
Durch die großartigen Erfolge in der Rinderzucht wurden wieder zahlreiche Züchter ausgezeichnet. Sechs Kühe überschritten die magische Grenze von 10.000 Fett/Eiweiß-kg und 94 Kühe traten in den Club der 100.000 Literkühe ein. Der RZO gratulierte allen Züchterfamilien zu ihrer hervorragenden Zuchtarbeit und wünscht weiterhin viel Glück, Erfolg und Gesundheit in Haus und Hof.

Den Jungübernehmern Verena und Michael Fürst wurde zum eindrucksvollen Sieg „Züchter des Jahres“ von den Ehrengästen herzlichst gratuliert und eine Ehrenglocke überreicht.

Die Besitzer der sechs 10-Tonnenkühe wurden ausgezeichnet und die wertvolle Kuh in Form eines Porzellanmodells überreicht.