AGRARIA - Wels 2014 - Preisrichten Fleckvieh am 26.11.2014
26.11.2014 | Autor: Alois Wiesinger

 

Siegerliste

Die heurige AGRARIA – Int. Landwirtschaftsmesse in Wels vom 26. bis 29. November 2014 zeigt sich als Messe mit komplett neuem Konzept: im Mittelpunkt steht die Landwirtschaft mit all ihren Schwerpunkten. Die Zuchtrinderschau der drei oö. Verbände RZO, RZV und FIH wurde erstmals in einer Messehalle durchgeführt.

RZO-Geschäftsführer DI Franz Kaltenbrunner konnte den ersten Messetag mit einem Schaubild der ausgestellten Rassen Fleckvieh, Braunvieh und Holstein eröffnen. Im Rahmen des Messerundganges der Ehrengäste – allen voran Landwirtschaftsminister DI Andrä Rupprechter, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Agrarlandesrat Max Hiegelsberger richtete der Minister Grußworte an die Landwirte. Ebenso anwesend war der Minister für Landwirtschaft aus Tunesien und eine hochkarätige Delegation für Landwirtschaft aus Algerien.
Preisrichter bei der Rasse Fleckvieh war Albrecht Strotz, Zuchtleiter des Rinderzuchtverbandes Franken im Nordwesten Bayerns, einem Zuchtverband mit 108.000 Herdebuchkühen, davon 98.000 Kühe der Rasse Fleckvieh.

Perfekte Erstlingskühe

Die erste Gruppe der Erstlingskühe war bestückt mit Kühen, die erst kurz nach der Abkalbung stehen. Der Preisrichter war begeistert von der Auswahl der Kühe, für ihn Kühe mit hervorragenden Eutern und perfektem Exterieur. Drei Kühe standen in der engeren Auswahl zum Gruppensieg. „Drei Kühe, wo es nichts zu beanstanden gibt“, so der Preisrichter. Der Preisrichter entschied sich für die Katalog-Nr. 2 als Drittplatzierte, die Kuh EFEU (V: Waldbrand) vom Betrieb Franz Gröstlinger aus Ottnang (FIH). Siegerin wurde die Katalog-Nr. 7, ebenfalls eine Waldbrand-Tochter, die Kuh MALOU von der Enzenhofer Milch GesnbR aus Bad Leonfelden (RZO). Der Reserve- und Eutersieg ging an die Katalog-Nr. 4, die Kuh DANIELA (V: Romario) von Renate und Georg Strasser aus Andrichsfurt (FIH).

Stärken und Schwächen

Die zweite Gruppe war eine Gruppe von etwas unterschiedlichen Tieren – Tiere mit verschiedenen Stärken und Schwächen, aber allen sehr korrekten Fundamenten. Diesmal suchte der Preisrichter vier Tiere aus der Gruppe heraus: die Katalog-Nr. 9, 13, 14 und 16. Aus diesen vier Kühen wurde Drittplatzierte die Katalog-Nr. 13, die Wille-Tochter LUZIFA von Martina und Christian Mittermayr aus Andorf (FIH). Zweitplatzierte wurde die Katalog-Nr. 9, die Kuh IMPRA (V: GS Rumgo) von Emmerich Hörmandinger aus Bruck-Waasen (FIH). Auf den ersten Platz konnte sich die Katalog-Nr. 16, die Waldbrand-Tochter INA von Gerhard Wipplinger aus St. Georgen/Obernberg setzen. Das beste Euter dieser Gruppe zeichnete die Kuh LEONI (V: Hall) von Andreas Steindl aus St. Agatha aus (FIH).

Wer soll vorne stehen?

Was soll man da vorne hinstellen? Diese Frage stellte sich der Preisrichter, als die Kühe der dritten Gruppe den Ring betraten. "Das sind alles tolle Kühe mit hervorragender Erscheinung", sagte der Preisrichter. An zweiter Stelle wurde die Katalog-Nr. 19, die Strellas-Tochter MAXI von Margit und Franz Steinmann aus Diersbach (FIH) gereiht. Die Drittplatzierte wurde die Katalog-Nr. 18, die Kuh SALUTE (V: Hupsol) von Rosa und Josef Gruber aus St. Georgen/Walde (RZO). Siegerin dieser Gruppe und auch Eutersiegerin wurde die Katalog-Nr. 17, die Kuh BELINDA (V: Waldbrand) vom Grenzlandmilchof GmbH & CoKG aus Julbach (RZO).

Starke Zweitkalbskühe

Nach den Erstlingskuhgruppen kamen nun die Kühe mit zwei Abkalbungen in den Ring. „Eine Gruppe von Zweitkalbskühen, in der wir ganz hervorragende Tiere sehen“, so der Preisrichter. Eine sehr harmonische Kuh, mit hochsitzendem Euter und korrekter Strichplatzierung und gutem Fundament sicherte der Katalog-Nr. 29, der Kuh LIMARA (V: Malhaxl) von Manfred Hofbauer aus St. Radegund (FIH) den Gruppen- und Eutersieg. Zweitplatzierte wurde die Katalog-Nr. 28, die GS-Rau-Tochter JENNY von Rosa und Josef Gruber aus St. Georgen/Walde (RZO). An den dritten Platz reihte der Preisrichter die Katalog-Nr. 25, die Waldbrand-Tochter IWANA von Franz Schwarzlmüller aus Steinbach/Steyr.

Kreuzungstiere Fleckvieh/Red-Friesian

Erstmals wurde auch eine Gruppe Kreuzungstiere Fleckvieh x RF gezeigt. Die sehr rumpfige Drittkalbskuh KORA GILSE (V: Classic Red), überzeugte den Preisrichter mit ihrer eleganten Ausstrahlung und er kürte sie auch zur Eutersiegerin. Sie kommt vom Betrieb Anna Falkner aus St. Martin/Mkr. (RZO). Knapp dahinter wurde die Katalog-Nr. 34 gereiht, die Rudy-Tochter AGI von Herta u. Johann Hölzl aus Saxen (RZO). Drittplatzierte wurde die Picolo-Red-Tochter LISBET von Birgit und Josef Haselböck aus Peilstein (RZO).

Erste Gruppe der älteren Kühe

In der nächsten Gruppe wurden Kühe mit drei und vier Abkalbungen im Ring vorgeführt. Dritte in dieser Gruppe wurde die Katalog-Nr. 42, die Kuh MAIBLÜMCHEN (V: Malhaxl) von Gerlinde u. Franz Feichtlbauer aus Raab (FIH). Übertroffen wurde sie von der Katalog-Nr. 46, der Vanstein-Tochter SABRI von Hans-Peter Kepplinger aus Kleinzell. Gruppen- und Eutersiegerin wurde die Katalog-Nr. 39, die Don Juan-Tochter HILDEGUND von Anna u. Martin Zauner aus Münzkirchen. „Eine wunderschöne Kuh, die mir sehr gut gefällt“, so Preisrichter Strotz.

Frische Mehrkalbskühe

Die nächste Gruppe zeigte Kühe mit vier und fünf Abkalbungen. Gruppen- und Eutersiegerin wurde die Katalog-Nr. 51, die GS Rau-Tochter WERA von Sonja u. Manfred Karrer aus Mettmach (FIH). „Eine ganz tolle Kuh mit harmonischer Ausstrahlung, sehr frisch, sie könnte auch eine Zweitkalbskuh sein“ war der Preisrichter begeistert von dieser Siegerkuh. An den zweiten Platz wurde die Katalog-Nr. 49, die Kuh GAUDI (V: GS Rau) von Andrea u. Martin Leibetseder aus Berg/Rohrbach (RZO). Drittplatzierte wurde die Remus-Tochter ANGORA von Barbara u. Gerhard Mayrhofer aus Unterweißenbach (RZO).

Milchstarke Dauerleistungskühe

Die älteste Kuh der heurigen OÖ. Zuchtrinderschau wurde auch zur Gruppensiegerin der letzten Gruppe gekürt: die bereits schauerfahrene Kuh HAUBE (V: Streller) von Anna u. Josef Troger aus Spital/Pyhrn (RZO). Der Preisrichter zog förmlich den Hut vor dieser besonderen Kuh: bereits zehn Kälber hat diese Kuh zur Welt gebracht, sie hat allerdings eine Ausstrahlung wie eine junge Kuh und auch das Euter sitzt tadellos. An die zweite Stelle - und gleichzeitig zur Eutersiegerin - wurde die Katalog-Nr. 53, die Romel-Tochter BABSI von Waltraud u. Johann Lengauer aus Höhnhart (FIH) gereiht. Und knapp dahinter ging die Webal-Tochter SOLAIKA von Hans-Peter Kepplinger aus Kleinzell (RZO).

Gesamtsiegerwahl Jungkühe - eine Augenweide

Zur Wahl der Gesamsieger kamen zuerst die Gruppen- und Gruppenreservesieger der jüngeren Kühe in den Ring. Preisrichter Albrecht Strotz zeigte sich beeindruckt von den ausgestellten Kühen: diese Kühe sind eine Augenweide - nicht nur in der Schönheit sondern auch in der Effizienz. In einem spannenden Finale kürte der Preisrichter die Katalog-Nr. 29, die Malhaxl-Tochter LIMARA von Manfred Hofbauer aus St. Radegund (FIH) zur Gesamtsiegerin der Jungkühe. Als Zweitplatzierte konnte sich die Katalog-Nr. 17, die Waldbrand-Tochter BELINDA vom Grenzlandmilchhof aus Julbach (RZO) behaupten.

Hervorragende ältere Kühe

Die Gruppe der älteren Kühe war geprägt von Kühen mit hohen Durchschnittsleistungen, Kühe, die hervorragende Tiefe, Breite, Fundamente und gute Euter zeigten - und das bei  der Anzahl an Kälbern, die diese Kühe bereits zur Welt gebracht haben.
Siegerin der reiferen Kühe wurde schlussendlich die Katalog-Nr. 51, die GS Rau-Tochter WERA von Sonja und Manfred Karrer aus Mettmach (FIH). An die zweite Stelle wurde die Katalog-Nr. 39 gereiht, die Don Juan-Tochter HILDEGUND von Anna u. Martin Zauner aus Münzkirchen (FIH).


Wir danken allen, die mit Ihren Tieren in Wels an der OÖ. Zuchtrinderschau teilgenommen haben und gratulieren zu den erzielten Siegen sehr herzlich!