Heiß her ging´s bei der Zuchtrinderschau in Ulrichsberg
09.08.2015 | Autor: RZO
SIEGERLISTE GROSSRINDER  SIEGERLISTE JUNGZÜCHTER Fotos

 

Heiße Temperaturen und  spannende Entscheidungen dominierten die Bezirksrinderschau am 7. August in Ulrichsberg. Trotz der extremen Hitze konnte Obmann Leopold Pargfrieder neben zahlreichen Ehrengästen, wie LH Dr. Josef Pühringer und ZAR-Obmann Ök.Rat. Anton Wagner viele interessierte Zuschauer begrüßen.
Landeshauptmann Josef Pühringer kam in den Vorführring, würdigte und schätzte den täglichen Arbeitseinsatz und das Engagement der Bauern und Bäuerinnen.

Prachtkerle im Ring
Als erstes wurde die Gruppe der Stiere vorgestellt. Mit dem Stier POLD (V: Porto) holte sich Familie Brandl aus Rohrbach-Berg den Gruppensieg. Ausschlaggebend dafür waren der extreme Rahmen sowie das korrekte Fundament. Der Reservesieg ging an Stier WILFRIED (V: Wille) vom Betrieb Martin Wipplinger, Sarleinbach.

Erstlingskühe punkteten mit Rahmen und besten Euteranlagen
In den zwei Gruppen der Erstlingskühe holten sich die Familie Gruber aus Lichtenau/Mkr. mit der Iwinn-Tochter MILKA und die Familie Koblmüller aus Kirchberg mit der Malhaxl-Tochter LINDI die Gruppensiege. Die beiden Jungkühe zeigten bereits viel Rahmen und perfekte Euteranlagen, wie es derzeit in der Fleckviehzucht erwünscht ist. Die beiden Reservesiegerinnen in diesen Gruppen sind Rave-Töchter; LENA vom Zuchtbetrieb Georg Gahleitner aus Arnreit und HELENE vom Betrieb Markus Gahleitner aus Hörbich.

Mehrkalbskühe von Format
In der Gruppe der Kühe mit zwei Abkalbungen wurde die Illineu-Tochter GAMMA vom Betrieb Andrea und Martin Leibetseder aus Berg an die erste Stelle gereiht. Knapp dahinter folgte die Harry-Tochter ELITE vom Betrieb Christine und Alois Gahleitner aus Arnreit als Reservesiegerin.

In der Gruppe der Kreuzungstiere (Fleckvieh x Red Friesian) wurden sieben Kühe präsentiert. Die Familie Falkner aus St. Martin/Mkr. holte sich mit der Erstlingskuh VALENTINA (V: Romario) und der bekannten Ausstellungskuh KORA (V: Classic Red) in der 4. Laktation stehend, den Doppelsieg. Beide Kühe verfügen über einen enormen Rahmen und haben bereits Höchstleistungen erzielt.

Bei den Kühen mit 3 und 4 Abkalbungen fiel die Kuh MADAM (V: Hades) vom Betrieb Hintringer aus Rohrbach-Berg durch ihr perfektes Erscheinungsbild sofort auf. Den Reservesieg holte sich Familie Sigl aus Öpping mit der Hochkogl-Tochter NORA.

GAUDI, die Mutter von zwei Siegertieren
Die bekannte Ausstellungskuh GAUDI (V: GS Rau), Mutter des Siegerstieres POLD und der Gruppensiegerin der Kühe mit 2 Abkalbungen GAMMA, überzeugte auch diesmal durch ihren enormen Rahmen und ihr noch extrem hochsitzenden Euters. Somit hat sich die Kuh GAUDI vom Betrieb Leibetseder aus Rohrbach-Berg den Gruppensieg gesichert. Am zweiten Platz stand die Samt-Tochter BABSI vom Betrieb Paleczek aus St. Martin/Mkr.

Jugendliche Dauerleistungskühe

Bei den Dauerleistungskühen gewann die noch sehr jugendlich wirkende Kuh SOMMER (V: Rainer ET), vom Betrieb Wild aus Rohrbach-Berg mit einer Lebensleistung von bereits 51.000 kg Milch. Den Reservesieg holte sich die bereits sehr schauerfahrene Kuh SOLAIKA (V: Webal) vom Betrieb Hans-Peter Kepplinger aus Kleinzell mit einer Lebensleistung von 72.000 kg Milch.


Championswahl – spannende Entscheidung
Der Höhepunkt der Schau war die Endauswahl der Gesamtsiegerinnen. Sowohl bei den Jung- wie bei den Altkühen standen jeweils sieben Tiere zur Wahl. Jungkuhsiegerin wurde die Erstlingskuh VALENTINA vom Betrieb Falkner aus St.Martin/Mkr. Bei den Altkühen gewann die Dauerleistungskuh SOMMER vom Betrieb Wild aus Rohrbach-Berg. Beide Kühe verkörpern bestens das Zuchtziel der RZO-Rinderzucht.

45 Zuchtkühe und drei Stiere präsentierten sich dem Preisrichter Ernst Grabner aus Niederösterreich. Ernst Grabner begründete seine Entscheidungen in kurzen Kommentaren und hob besonders die hohen Leistungen der Kühe hervor. Herr Grabner war von der Qualität der ausgestellten Tiere höchst erfreut und stellte bei der Gesamtsiegerwahl fest, dass diese Kühe für eine Bundesfleckviehschau das nötige Schaupotenzial hätten.
Trotz Hitze präsentierten sich die Kühe ruhig und in bester Kondition. Dies war der Lohn für die Mühe der Züchter, die sich täglich um das Wohl der Tiere kümmern. Auch die Mannschaft vor Ort sorgten für die besten Rahmenbedingungen und trugen so wesentlich zum "Kuhkomfort" bei.

 

Rind frei für die Jungzüchter

Jungzüchterbetreuerin Maria Jahn und Matthias Hintringer, Obmann des JZ-Clubs Rohrbach organisierten den Vorführcup, zu diesem sich 12 begeisterte Jungzüchter anmeldeten. Die Jüngsten bewiesen ihr Geschick beim Jungzüchter-Vorführcup. Mit Stolz und Souveränität führten Sie ihre Kälber vor. Auch wenn so manches Kalb mal nicht auf das Kommando des Vorführers horchte, hatten die Kinder trotzdem das Kalb fest in der Hand. Die Newcomer unter den Jungzüchtern zogen selbstbewusst in den Ring ein. Fünf Teilnehmer nahmen erstmals an einem Vorführwettbewerb teil. Auch für die 8-jährige Magdalena Märzinger aus Nebelberg war es ihr erster Auftritt. Magdalena marschierte ganz selbstverständlich und ohne Furcht mit ihrem Stierkalb in den Ring. Sie überzeugte mit ihrer Unbekümmertheit und tollen Leistung den Preisrichter Markus Gruber und holte sich schlussendlich den Reserve-Champion. Sie musste sich nur vom bereits wettkampferfahrenen Martin Radler (15 Jahre) aus Gramastetten geschlagen geben.


Models mit Siegertieren auf dem Laufsteg
Junge Mädels und Burschen aus der Bauernschaft präsentierten die Siegertiere. Pünktlich um 14:30 Uhr nahmen die Models und Siegertiere Aufstellung. Wolfgang Lehner vom ORF und Zuchtberater Johannes Penz moderierten im Doppelpack diese Darbietung. Jedes Model marschierte mit einem Siegertier in den Ring und ging zwei bis drei Runden. Jeder Vorführer machte dies mit besonderem Geschick und Gespür. Denn es ist keine Selbstverständlichkeit ein fremdes Tier zu präsentieren. Wolfgang Lehner scherzte mit den Vorführern und entlockte ihnen so manche Neuigkeiten.

Bei der Siegerehrung, die nebenan in der Halle der "Brüder Resch" stattfand, nahmen zahlreiche Ehrengäste und Sponsoren teil. Wir möchten uns hiermit nochmals herzlich bei allen Sponsoren für die großzügige Unterstützung bedanken; auch bei der Firma Wuschko, die das Ausstellergeschenk fertigte.  Dem Messeteam, an der Spitze Josef Thaller, sei herzlichst für die Unterstützung gedankt. Ebenso bedanken wir uns bei Obmann-Stellvertreter Berthold Haselgruber und seinem Team, die vor Ort sich um alles kümmerten und alles bestens vorbereiteten und natürlich bei der Firma "Brüder Resch", die uns die Halle und das Areals auf dem die Zuchtrinderschau ausgetragen wurde, zur Verfügung stellte.

Zum Schluss: Herzliche Gratulation zu den ausgestellten Kühen! Der RZO bedankt sich bei allen Austellern für die Bereitschaft, trotz der extremen Hitze, ihre besten Tiere den Messebesuchern zu präsentieren.