2. EUROgenetik-Fleckviehschau in Ried 2017
11.09.2017 | Autor: Helga Wagner/RZO

SIEGERLISTE

 

Nach 2015 fand heuer zum zweiten Mal die EUROgenetik-Schau in Ried statt. Die Messe lockte zahlreiche interessierte Besucher aus Nah und Fern nach Ried/Innkreis. Die ausgestellten Kühe waren beste Werbung für die Rasse Fleckvieh.

Elf Zuchtverbände aus Österreich und Deutschland präsentierten in 13 Gruppen rund 100 Fleckviehtiere. Der Salzburger Fleckviehzüchter Rupert Viehhauser aus Kleinarl richtete äußerst souverän und kompetent die Gruppen und kommentierte gut nachvollziehbar seine Entscheidungen.

Eröffnet wurde die EUROgenetik-Schau mit dem Preisrichten einer kleinen feinen Stiergruppe. Der POLARBAER-Sohn vom Züchter Werner Jutz, Breitenbrunn (DE); Hälter: Reinhard Prammer, Neumarkt/Mkr. - war aufgrund seines sehr feinen Fundamentes klar die Nummer 1 dieser Gruppe. Den Reservesieg holte sich der lange, gut bemuskelte, genetisch hornlose SANDRO-Sohn SKORPION Pp* vom Züchter Wolfgang Huemer, St. Georgen /Attersee, Hälter: Maria und Josef Kimberger, St. Ulrich/Steyr.

Grandiose Qualität von Jungkühen
„Es ist eine Freude diese Jungkühe prämieren zu dürfen“, so Preisrichter Viehhauser.
Die GS Pandora-Tochter GISMO vom Betrieb Reinhard Freinschlag, Grein – eine absolute Granate an Fleckviehkuh – dominierte mit ihrem langen Becken, ihrer straffen Oberlinie und ihrem feinen Fundament. An zweiter Stelle platzierte der Preisrichter die Mangan-Tochter MAIGLÖCKERL vom Betrieb Gerlinde und Franz Feichtlbauer aus Raab. Die Vulkan-Tochter RAMA vom Betrieb Alfred Siegl aus St.Oswald/Fr. schaffte es aufgrund ihrer guten Bemuskelung und ihrem drüsigen Euter mit Rang 3 ebenfalls aufs Siegespodest.
In der dritten Erstlingskuhgruppe freute sich die Manigo-Tochter FLOCKE vom Betrieb Josef Hurnaus aus Kollerschlag über Rang 3. Preisrichter Viehhauser bezeichnete FLOCKE als Rohdiamant mit ihrem festen, hochsitzenden Euter.

In der Finalrunde kürte Rupert Viehhauser die Manton-Tochter ESTELLA vom Betrieb Habermehl aus Lauterbach (D) zur Gesamtsiegerin der Jungkühe. ESTELLA überzeugte mit ihrer Ausgeglichenheit, ihrem optimal gelagerten Becken und ihrem festsitzenden Euter. Zur Gesamtreservesiegerin der Jungkühe ernannte der Preisrichter die GS PANDORA-Tochter GISMO, die mit iherm feinen Fundament brillierte.

Hornlos-Genetik
Seit einigenJahren gewinnen die genetisch hornlosen Kühe immer mehr an Bedeutung. Sie haben im Zuchtfortschritt enorm aufgeholt und werden mittlerweile den hohen Ansprüchen der Züchtung gerecht. Zwei Vertreterinnen aus dem RZO-Zuchtgebiet stellten sich in diesen Gruppen dem Rennen. Die stark bemuskelte Wischer-Tochter LOISA P vom Betrieb Rosa und Josef Gruber aus St.Georgen/W. holte sich den zweiten Rang und Zuchtkuh PEPPA Pp* vom Betrieb Irmgard und Johann Rienesl aus Freistadt bestach durch ihre enorme Größe und Länge und nahm Platz 4 ein.

Leistungsstarke Kühe mit zwei Abkalbungen
Das beaderte Euter, der hohe Euterboden, die straffe Fessel und die festen Hinterbeine verhalfen der Hermann-Tochter GERA vom Betrieb Rosa und Silvester Felberbauer aus Ternberg zum Sieg. Auch die formschöne Hutera-Tochter ELISA vom Betrieb Manuela und Anton Wöss aus Aigen-Schlägl schaffte es unter die fünf Besten auf Rang 4.

Kühe mit viel Potenzial ab drei Abkalbungen
Fantastische Kühe mit drei Kälbern betraten den Ring. Jede Kuh überzeugte mit besonderen Vorzügen. Es fiel dem Preisrichter sichtlich schwer sich für eine Siegerkuh zu entscheiden. Die Ausstrahlung und das ausgeglichene Gesamtpaket verhalfen LETICIA (V: GS Rau) vom Betrieb Stefan Enzenhofer aus Bad Leonfelden zum Sieg. Die Kuh ODESSA (V: Manling) vom Betrieb Gabriele und Werner Weglehner aus Neumarkt/Mkr. überzeugte mit ihrem drüsigen Euter und ihren tollen Hinterbeinen und schaffte es somit auf Rang 4. in ihrer Gruppe.

Zwischen den einzelnen Rangierungen entschieden oft nur Nuancen.  In der Gruppe "Kühe mit 4 Abkalbungen" rangierte Viehhauser die Rau-Tochter PAMBI vom Betrieb Angelika und Gerhard aus Grünbach" auf den 4. Platz. PAMBI überzeugte durch ihre Ausstrahlung, ihre Länge, ihre enorme Euterkraft und ihr hervorragendes Fundament.

Gesamtsiegerin der mittleren Kühe
„GIZMARA mit drei Abkalbungen sei eine Kuh zum Verlieben“, meinte der Preisrichter. Diese lange Kuh mit sehr guten Übergängen, ihrem festsitzenden Euter und der korrekten Strichstellung lässt das Herz jeden Fleckviehzüchters höher schlagen. Kein Wunder, dass die in allen Merkmalen brillierende WALDBRAND-Tochter von Christiane Böhm aus Aufsess/Neuhaus (D) bei der Gesamtsiegerwahl mittel schließlich auch zur Siegerin gekürt wurde.
Über den Titel Gesamtreservesieg freute sich die bekannte Wille-Tochter PENELOPE vom Betrieb Andreas Übetsroider aus Nussdorf. Mit ihrer enormen Ausstrahlung und Top-Fessel überzeugte sie den Preisrichter.

Kühe mit 7 Abkalbungen
„Hier passen die Gene und das Management des Betriebs. Die Züchterfamilien passen 365 Tage im Jahr gut auf ihre Kühe auf“, so Preisrichter Viehhauser. Er gratulierte allen Züchterfamilien und wünschte weiterhin viel Freude mit diesen Ausnahmeerscheinungen. Die bewährte Ausstellungskuh SABRI (V: Vanstein) vom Zuchtbetrieb Hans-Peter Kepplinger aus Kleinzell/Mkr. – eine hervorragende Vertreterin ihrer Rasse – sicherte sich Rang 3.

Doppelsieg für Hupsol
Bei der Gesamtsiegerwahl der älteren Kühe entschied sich der Preisrichter für die klar den Doppelnutzungstyp repräsentierende Hupsol-Tochter MAJA vom Betrieb Johann Schipflinger aus Itter (Tirol) als Siegerin. Über den Gesamtreservesieg freut sich die auf sehr stabilem Fundament stehende Siebtkalbskuh MALI (V: Hupsol) vom Betrieb Bernhard Mariacher aus Virgen.

Die ENGADIN-Tochter LIE von Erich Landwehr aus Neu-Ulm (D) war mit elf Abkalbungen mit Abstand die älteste Kuh der Schau. Sie beeindruckte durch ihre Frische und ihre guten Verbindungen. Zu Recht wurde sie aus der Gruppe der Kühe mit sieben Kälbern herausgestellt und spontan eine eigene Gruppe kreiert.

Nachzucht WALOT
Die acht Top-Kühe des Vertreters WALOT stießen auf enormes Interesse. Der Waldbrand-Sohn WALOT besticht im Fitnessbereich vor allem durch eine ausgezeichnete Persistenz, gute Befruchtung und einem günstigen Kalbeverlauf. Auch im Exterieur hat WALOT einiges zu bieten. Er vererbt Rahmen und Bemuskelung, korrekte, trockene Fundamente und sehr gute Euter.

Dankeschön
Wir bedanken uns bei allen Ausstellern und gratulieren zu den großartigen Erfolgen und wünschen weiterhin alles Gute in Haus und Hof.
Dem Betreuungsteam gilt ein besonderer Dank für ihren unermüdlichen Einsatz während der Messetage. Dieses bestens geschulte Team kümmerte sich zur besten Zufriedenheit rund um die Uhr um das Wohl der Tiere.
 

Familie Prammer bei der Siegerehrung.

Sepp Kimberger bei der Siegerehrung.

GERA (V: Hermann) Gruppensiegerin - Kühe mit 2 Abk.

B: Felberbauer Rosa und Silvester aus Ternberg

LETICIA (V: GS Rave) Gruppensiegerin - Kühe mit 3 Abk.

B: Stefan Enzenhofer aus Bad Leonfelden

GISMO (V: GS Pandora) Gruppensieger - Erstlingskühe

B: Reinhard Freinschlag aus Grein

ESTELLA (V: Manton) Gesamsiegerin der Jungkühe

B: Habermehl aus Lauterbach (D)

GIZMARA (V: Waldbrand) Gesamtsiegerin - Kühe mittel

B: Christiane Böhm aus Aufsess/NEuhaus (D)

MAJA (V: Hupsol) Gesamtsieg - Kühe alt

B: Johann Schipflinger, Itter (Tirol)