Ein historischer Moment für die Fleckviehzucht: Im Rahmen der Bundesfleckviehschau 2026 in der Berglandhalle in Niederösterreich wurde erstmals auf dieser Bühne eine Nachzuchtgruppe eines genetisch hornlosen Fleckviehstieres präsentiert. EUROgenetik zeigte dabei eine beeindruckende Töchtergruppe des Stieres MAHINDRA P*S, die eindrucksvoll unter Beweis stellte, welches Niveau die hornlose Fleckviehzucht mittlerweile erreicht hat.
Ein Prachtkerl mit starken Vererbungsleistungen
Mahindra P*S gilt als einer der interessantesten hornlosen Vererber der aktuellen Fleckviehzucht. Seine Töchter überzeugen durch Problemlosigkeit, hohe Einsatzleistungen und hervorragende Gesundheitswerte. Besonders hervorzuheben ist seine außergewöhnliche Vererbung hinsichtlich Eutergesundheit. Darüber hinaus punktet der Stier mit überdurchschnittlichen Zuchtwerten in nahezu allen Fitnessmerkmalen, auch im erst kürzlich eingeführten Klauengesundheitswert. Seine Töchter zeigen hohe Leistungsbereitschaft und überzeugen durch Stabilität und Durchhaltevermögen in der Produktion. Gezüchtet wurde Mahindra P*S vom Kooperationsbetrieb Sauwaldmilch OG im Bezirk Schärding – also genau jener Region, in der bereits 1894 die organisierte Fleckviehzucht in Österreich ihren Ursprung nahm.
Die genetische Grundlage des Stieres ist ebenso beeindruckend:
Die Hornlosigkeit stammt vom Vater Mercedes Pp*, während mütterlicherseits mit Wobbler, GS Raichle und Wal bewährte Größen der Fleckviehzucht im Pedigree stehen. Seine Söhne und Töchter sind heute bereits in vielen Betrieben in Österreich und Deutschland im Einsatz. Mit der kommenden Zuchtwertschätzung werden zahlreiche weitere frisch abgekalbte Töchter in die Bewertung einfließen – entsprechend gespannt darf man auf die weitere Entwicklung seiner Zuchtwerte sein.
Exterieurstarke Töchter überzeugen im Schauring
Auch im Exterieur bestätigten die präsentierten Töchter eindrucksvoll die Vererbungsstärke ihres Vaters. Die Kühe zeigen überdurchschnittlichen Wuchs, eine breite Vorhand und ein leistungsfähiges Becken. Besonders hervorzuheben sind die stabilen Fundamente mit straffen Fesseln sowie die langen Euter mit optimal platzierten Vorderstrichen. Die präsentierte Töchtergruppe setzte sich aus Kühen aus Tirol, Salzburg und Oberösterreich zusammen und demonstrierte eindrucksvoll das hohe Niveau der Mahindra P*S-Nachzucht.
Die präsentierten Mahindra P*S-Töchter:
Kat 172 – TOBLERONE Pp* – Betrieb Wieneroither Gabriele, Attnang-Puchheim – RZO
Kat 173 – CAMILLA – Betrieb Loinger Georg, Wildschönau – Rinderzucht Tirol (1. Platz Gruppe 1)
Kat 174 – ALMRESAL – Betrieb Rahm Georg, Schwendau – Rinderzucht Tirol
Kat 175 – NADJA Pp* – Betrieb Rogl Anita, Sierning – RZO (3. Platz Gruppe 2)
Kat 177 – ZEISL P – Betrieb Rahm Georg, Schwendau – Rinderzucht Tirol (1. Platz Gruppe 2 und 3. Platz bei der Bundeschampionwahl jung)
Kat 178 – SELMA Pp* – Betrieb Schwaighofer Markus, Erl – Rinderzucht Tirol (2. Platz Gruppe 3)
Kat 179 – STERNCHEN – Betrieb Grössinger Elisabeth u. Franz, Eugendorf – VFS
Kat 180 – LIPPAL – Betrieb Schober Anita und Hannes, Lengau – FIH
Die fachkundige Präsentation und Kommentierung der Gruppe durch Dr. Josef Miesenberger begeisterte das Publikum an beiden Ausstellungstagen.
Großer Dank an die Züchter und das Betreuungsteam
Ein besonderer Dank gilt den Züchterinnen und Züchtern aus Tirol, Salzburg und Oberösterreich, die ihre Tiere für diese Premiere zur Verfügung gestellt haben und damit diese außergewöhnliche Präsentation ermöglicht haben. Ebenso bedanken wir uns herzlich beim Betreuungsteam rund um Matthias Penn für die hervorragende Vorbereitung und Präsentation der Tiere. Die Präsentation dieser Töchtergruppe war ein eindrucksvoller Beweis für die erfolgreiche Zusammenarbeit engagierter Züchter mit den Besamungsstationen und Partnern der EUROgenetik.
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